SharePoint vs. TYPO3 – Diese 6 Gründe sprechen für ein SharePoint-Intranet

TYPO3 hat sich mit etwa 30 % Marktanteil zu einem der verbreitesten Open-Source-Enterprise CMS für Internetanwendungen in Deutschland entwickelt. Durch viele Konfigurationsmöglichkeiten und bekannt als High-End-CMS birgt TYPO3 für Firmen die Hoffnung, ihre Außendarstellung besonders positiv gestalten zu können.
Während eine professionelle Online-Präsentation mittlerweile schon selbstverständlich geworden ist, müssen sich Intranet-Verantwortliche oft stark in Bezug auf Etat und Ausstattung gegenüber den Internetkollegen durchsetzen. Sofern eine Organisation bereits eine Internetseite mit TYPO3 erstellen hat lassen, ist der Wunsch nachvollziehbar, dass das Unternehmen aus Effizienzgründen sein Intranet mit der gleichen Technologie aufbauen lassen möchte.
Hier lesen Sie die sechs wichtigsten Argumente, warum Sie Office 365 mit Sharepoint für Ihre Intranetlösung gegenüber TYPO3 bevorzugen sollten!

1. Unterschiedliche Anwendungsfälle

Eigentlich darf man TYPO3 und SharePoint gar nicht miteinander vergleichen, da sie für jeweils vollkommen unterschiedliche UseCases ausgelegt sind: TYPO3 als CMS für das Internet, Office 365 für die interne Zusammenarbeit. Beide Systeme sind in dem jeweiligen Segment unter den Marktführern zu finden.

Fazit: TYPO3 ist für den Anwendungsfall Internet, Office 365 mit SharePoint für das Intranet gedacht.

2. Probleme bei TYPO3 Versionsupdates

TYPO3 besteht aus dem Core und Extensions, die den Core für spezielle Anforderungen erweitern. Besonders häufig anzutreffen sind z.B. Real-URL, welches aus Zahlen in der URL einen echten Titel macht sowie News-Erweiterung, Shop-System oder Bildergalerie. Für eine Vielzahl an Anwendungsfällen ist bereits eine entsprechende Erweiterung vorhanden, die einfach nur installiert werden muss.
Der Knackpunkt: Bei jedem Versionssprung „springen“ die installierten Extensions nicht unbedingt mit. Zwar werden die gängigsten TYPO3 Erweiterungen oft zeitgleich mit dem Core-Update zur Verfügung gestellt, jedoch gehört es zum Alltag eines TYPO3-Entwicklers bei einer neuen Core-Version jede einzelne Seite auf Funktionalität überprüfen und korrigieren zu müssen.
Seit 2015 hat sich der Abstand zwischen zwei Versionen im Durchschnitt auf 61 Tage verkürzt, nach denen solche Anpassungen notwendig werden.
Office 365 hingegen ist direkt in der Cloud installiert. Sollte ein Update notwendig sein, wird dies serverseitig geladen und ein Endnutzer bekommt davon noch nicht mal etwas mit.Probleme gibt es bei Updates dennoch – insbesondere wenn individuelle Webparts eingebunden wurden oder weitergehende Anpassungen am Code vorgenommen wurden. Diese werden natürlich nicht automatisch mit geupdatet. Zusätzlich fallen natürlich die laufenden Lizenzgebühren an (einen Überblick dazu bekommen Sie z.B. hier: http://www.novacapta.de/SharePoint/Kosten-Lizenzen)

Fazit: In Bezug auf Updates sieht es schlecht aus für Office 365. Zusätzlich zu den laufenden Kosten kommen – abhängig von der individuellen Anpassung – fast vergleichbare potentielle Probleme bei Updates dazu.

3. Suche

SharePoint bringt bereits in der Standard-Version eine starke Suche mit, die sich z.B. im Publishing nutzen lässt. Im Hintergrund regelt der Search Query, wo und nach was gesucht werden soll. Somit können viele UseCases mit Hilfe der Suche realisiert werden, darunter z.B. die Unternehmensnews. Auf der Ergebnisansicht können diese dann nach vorher festgelegten Parametern gefiltert werden, wie z.B. dem Erstellungsdatum, des Schlagwortes oder einem Dokumenttypen.
Im Kern von TYPO3 ist zwar indexed search für Standardinhalte enthalten – aber um vergleichbare Funktionalitäten wie in SharePoint zu erhalten, muss eine separate Extension installiert werden.

Fazit: Die Suche in SharePoint im Office 365 Paket ist unschlagbar.

4. Social Features

Office 365 enthält je nach erworbenem Plan eine ganze Reihe an sozialen Funktionalitäten, die in einem Unternehmen wichtig sind: Office 365 groups und Teams für die Zusammenarbeit, Skype for Business für den Chat, Yammer für den Flurfunk.
Bei TYPO3 hingegen müssten solche Funktionalitäten über Extensions installiert werden – wenn es dafür überhaupt welche gibt. Trotz der hohen Anzahl an Erweiterungen sieht es im sozialen Bereich nämlich recht dürftig im Angebot aus.

Fazit: TYPO3 bietet im Kern keine soziale Funktionalität, Office 365 enthält direkt mehrere Apps für soziale Anwendungsfälle.

5. Die Supportfrage

TYPO3 ist ein über die Jahre gewachsenes Enterprise CMS. Wikipedia beziffert den Umfang des Quelltextes im Jahr 2012 auf 420 000 Zeilen. Es ist sowohl für Administratoren als auch für Redakteure initial ein Aufwand, um sich in dem komplexen Aufbau zurecht zu finden. Und dies bezieht sich nur auf die tägliche Anwendung und nicht auf den zusätzlichen Aufwand bei Updates, oder die Einbindung der Extensions. Somit ist mit einem langfristigen Support-Aufwand zu rechnen.
Dieser hält sich bei Office 365 in Grenzen. Wichtige Fragen können bereits bei der Einführung durch Consultants geklärt werden und sobald die Bedienlogik einmal verstanden wurde, kann diese auf alle Apps angewandt werden. Sollte es dennoch zu Unklarheiten kommen, gibt es mit hoher Wahrscheinlichkeit hier weitere Hilfestellungen: https://technet.microsoft.com/de-de/, novaCapta-Kunden profitieren zudem von unserer eigenen Hotline.

Fazit: Dort wo es zu erhöhtem Support-Aufwand bei TYPO3 kommt, punktet SharePoint. Jedoch fallen bei Office 365 die Lizenzgebühren an. Somit ist die fünfte Runde insgesamt ausgeglichen.

6. Out-of-the-Box Funktionalitäten

Je nach Plan sind in Office 365 eine ganze Reihe an Funktionalitäten direkt bei der ersten Aktivierung mit inbegriffen. Sollte dies nicht der Fall sein, können diese mit wenigen Klicks hinzugefügt werden – dafür ist dann auch kein Entwickler notwendig.Gleichzeitig besteht natürlich die Möglichkeit, individuelle Erweiterungen im Sinne einer App oder auch nur eines Webparts anzubinden.
Bei TYPO3 müssen Sie sich erst mühsam Extensions suchen, die zu Ihrem Anwendungsfall passen. Im schlimmsten Fall haben diese dann an einigen Stellen Kompatibilitätsprobleme und eine bereits laufende Erweiterung funktioniert dann auch nicht mehr. Somit sind Entwickler und Redakteure lange damit beschäftigt, das Intranet in Ihrem Unternehmen richtig zu konfigurieren und die Erweiterungen aufeinander anzupassen.

Fazit: Bei den Out-of-the-Box Funktionalitäten scheint Office 365 auf den ersten Blick im Vorteil zu TYPO3. Bedenkt man mögliche Individualisierungskosten, ist die Situation ausgeglichen. 

Am Ende steht es vier zu zwei für Office 365 mit SharePoint.

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